Der Luxus der Zukunft ist nachhaltig.

 Mercedes-Benz führt innovative Ansätze aus dem VISION EQXX Technologieprogramm bereits in Serie ein:

 

  • Nachhaltiges Material aus upgecycelten, unsortierten Haushaltsabfällen von UBQ™ wird in laufende Serie bei EQS und EQE eingeführt. 

    EQE 350+ | WLTP: Stromverbrauch kombiniert: 18,7-15,9 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/100 km.

  • Ressourcenschonend verarbeitetes Echtleder wird ab 2023 sukzessive auf alle Baureihen ausgerollt
  • Nahezu vollständig CO2-freier Stahl wird ab 2025 in verschiedenen Fahrzeugmodellen eingesetzt.

 

Auf dem Weg zu einer vollelektrischen, emissionsfreien Zukunft verfolgt Mercedes-Benz mit der Ambition 2039 konsequenter denn je einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist, eine CO2-neutrale Pkw- und Van- Neuwagenflotte ab 2039 über die gesamte Wertschöpfungskette und den gesamten Lebenszyklus auf den Weg zu bringen - 11 Jahre früher als es die EU-Gesetzgebung vorschreibt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem schonenden Umgang mit Ressourcen. Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, Stoffkreisläufe zu schließen, den Anteil an Recyclingmaterialien deutlich zu erhöhen und es forscht an neuen Materialien, die im Einklang mit der Natur stehen.

 

Das nachhaltige UBQ™-Material wird durch die Verarbeitung von gemischten Haushaltsabfällen gewonnen, die bisher schwer zu recyceln sind und daher häufig thermisch verwertet werden oder auf der Mülldeponie landen. Zu den Rohstoffen für das Material gehören Lebensmittelreste, Mischkunststoffe, Pappe und Babywindeln. Weitere Einsatzmöglichkeiten wie Unterbodenverkleidungen, Radlaufverkleidungen und Motorraumabdeckungen werden zurzeit getestet.

Design for Environment.

Nachhaltigkeit beginnt bei Mercedes-Benz bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung. Mercedes‑Benz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, sowohl hinsichtlich des CO₂-Ausstoßes als auch beim Ressourcenverbrauch. Bei der Konzeption der Fahrzeuge wird die Zusammensetzung aller Materialien, die zum Einsatz kommen sollen, überdacht und Möglichkeiten für nachhaltigere Alternativen geprüft.

 

Dies gilt sowohl für Oberflächenmaterialien als auch für Materialien, die für den Kunden nicht sichtbar sind. Beispiele im Fahrzeuginnenraum sind nachhaltig verarbeitetes Leder, der Einsatz von Stoffen mit hohem Recyclinganteil sowie innovative Zukunftsmaterialien. In Karosserie und Rohbau setzt Mercedes-Benz unter anderem auf CO2-reduzierten Stahl.

1. NACHHALTIGER LUXUS – LEDER UND LEDERALTERNATIVEN

Der Fahrzeuginnenraum ist ein wichtiger Bestandteil des Markenerlebnisses für Kunden. Höchste optische und haptische Qualität stehen neben Komfort, Funktionalität und Langlebigkeit an erster Stelle. Seit den Anfängen des Automobils steht Leder für eine hochwertige Ausstattung im Interieur, die viele Kunden wünschen. Mercedes-Benz verfolgt auch hier einen ganzheitlichen Ansatz, um diesen Luxus nachhaltig zu gestalten.

Bild eines Fahrzeugs, dahinter ein Autositz

2. RESSOURCEN SCHONEN DURCH INNOVATIVE RECYCLINGMATERIALIEN – BEISPIEL STOFFE

Recycelte Materialien sind bereits heute in vielen Fahrzeugen in Serie. So bietet Mercedes-Benz im Interieur neben Kunstleder und Mikrofaser verschiedene hochwertige Polsterstoffe an, die bis zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen bestehen. Bei den Bodenbelägen im EQS wird ein Nylongarn verwendet, das aus recycelten Teppichen und wiederverwerteten Fischernetzen stammt. Eine Tonne dieses Garns spart über 6,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Neuware ein. Darüber hinaus setzt Mercedes-Benz auch auf den Einsatz natürlicher Fasern, um herkömmliche Kunststoffe durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen.

Bild eines Elektrofahrzeugs, dahinter der Innenraum und Materialien für den Innenraum

3. NACHHALTIGE MATERIALIEN DER ZUKUNFT

In der Konzernforschung prüft das Unternehmen die Serieneinführung vielversprechender Materialien, die die hohen Ansprüche an Nachhaltigkeit und Qualität von Mercedes-Benz erfüllen. Dazu gehört ein Hochleistungskunststoff mit lackierter Oberfläche, der durch das innovative chemische Recycling gewonnen wird. Beim chemischen Recycling werden insbesondere Altreifen und sonst schwer recycelbare Kunststoffabfälle so in ihre chemischen Bestandteile zerlegt, dass daraus absolut neuwertige Werkstoffe hergestellt werden können. Die Kombination der Rohstoffe aus dem chemischen Recycling mit dem nachwachsenden Rohstoff Biomethan reduziert dabei den Einsatz fossiler Ressourcen. Das Material könnte schon bald in Türgriffen verwendet werden.

Bild eines Elektrofahrzeugs, dahinter der Innenraum und recyclete Materialien für den Innenraum

4. CO2-REDUKTION IN ROHBAU UND KAROSSERIE

Eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbetrachtung aller Materialien umfasst neben dem Fahrzeuginnenraum auch Karosserie und Rohbau. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Werkstoffen, die in der Herstellung besonders CO2-intensiv sind, wie beispielsweise Stahl und Aluminium.

Bild eines Elektrofahrzeugs, dahinter der Innenraum und recyclete Plastikflaschen, die für den Innenraum verwendet werden

Bereits in Serie: CO2-reduzierter Stahl.

Im Rahmen der Ambition 2039 verfolgt Mercedes-Benz das Ziel der Dekarbonisierung der Stahllieferkette und setzt dabei bewusst nicht auf Kompensation, sondern auf die Vermeidung und Reduktion von CO2-Emissionen. So reduziert das Unternehmen die CO2-Emissionen in der Stahllieferkette im ersten Schritt konsequent: Im VISION EQXX wird CO2-reduzierter Flachstahl der Salzgitter Flachstahl GmbH eingesetzt, der zu 100 % aus Schrott im Elektrolichtbogenofen hergestellt wird. Die um mehr als 60% CO2-reduzierten, mikrolegierten Güten kommen zeitgleich in Erstanwendungen in der laufenden A-Klasse, der aktuellen E‑Klasse, der neuen C-Klasse und dem EQE.

Ab 2025: CO2-freier Stahl.

Im nächsten Schritt wird Mercedes-Benz ab 2025 bei verschiedenen Fahrzeugmodellen Stahl einsetzen, der durch die Herstellung mit Wasserstoff statt Kokskohle nahezu komplett CO2-frei ist. Dazu hat sich das Unternehmen als erster Pkw-Hersteller an dem schwedischen Start-up H2 Green Steel (H2GS) beteiligt. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem schwedischen Stahlersteller SSAB sind bereits in diesem Jahr erste Prototypenteile für Karosserieanwendungen aus fossilfreiem Stahl geplant. Der Partner wird dafür einen Stahl aus Eisen fertigen, das mit Hilfe von Wasserstoff in seiner Pilotanlage in Luleå hergestellt wird. Der Stahl kann in sicherheitsrelevanten Bereichen der Karosserie eingesetzt werden.

Recyceltes Aluminium.

Auch beim Einsatz von Aluminium wird konsequent an der Dekarbonisierung der Lieferkette gearbeitet. Mit dem Marktstart des Mercedes-AMG SL steht eine weitere Weltpremiere in den Startlöchern. Im Rohbau des Mercedes-AMG SL werden erstmalig Strukturgussbauteile aus Druckgusslegierungen aus bis zu 100 % recyceltem Aluminiumschrott eingesetzt. In der Aluminiumherstellung werden damit mehr als 90% der CO2-Emissionen eingespart.